1931-1940 - BZV Alberschwende

Chronik 1931-1940

 

1931

Die Jahreshauptversammlung wurde am 8. Dezember, um 15.00 Uhr im Gasthaus Brauerei abgehalten (in den Protokolle ist gelegentlich dieses Gasthaus nach dem Familiennamen der Wirtsleute Hiller benannt).

Der Obmann berichtete, daß beim Imkerverband ein Seuchenfonds eingerichtet worden sei, in den für jedes Bienenvolk 10 Groschen zu bezahlen seien. Zur Ermittlung der Bienenvölker werde die Zuckerliste vom Herbst herangezogen.

Bei der Zuckerverteilung im Herbst sei es zu Unstimmigkeiten gekommen.

Bei den geheim durchgeführten Wahlen wurde Vinzenz Stadelmann, Achrain 80, zum Obmann, Adolf Gmeiner, Weitloch 246, zum Obmannstellvertreter und Otto Eberle, Bereute 95, zum Kassier gewählt. Die Wahl eines Schriftführers ist nicht protokolliert. Da aber Otto Eberle das Protokoll verfaßt hat, dürfte er dieses Amt wieder weitergeführt haben.

Der Mitgliedsbeitrag wurde auf 3,50 S herabgesetzt.

Der Verein hat für 25 Mitglieder Beiträge bezahlt. In dem im Archiv des VIV aufliegenden Mitgliederbuch sind für dieses Jahr nur 26 Mitglieder eingetragen .[1]

Die Höhe des Kassastandes wurde nicht erwähnt. Im Sparbuch sind 43,57 S Guthaben angeführt.[2]


1932

Am 27. Juli verstarb in Alter von 76 Jahren Jakob Sohm in Unterrain 180.

Die Jahreshauptversammlung wurde im Dezember im Gasthaus Brauerei abgehalten. Das Datum ist im Protokoll nicht angeführt. Berichtet wurde, daß es große Schwierigkeiten bei der Einbringung des Mitgliedsbeitrages gegeben habe. Aus diesem Grund wurde der Beitrag nicht erhöht. Neumitglieder haben aber einen Mitgliedsbeitrag in der Höhe von 4.-- S zu bezahlen.

Der Obmann sei auch dieses Jahr wieder außerhalb der Versammlung wegen der Zuckerverteilung bekrittelt worden, weshalb er die Zuckerliste vom Mitglied Anton Muxel, Weitloch 248, verlesen habe lassen. Sie sei anerkannt worden. Anton Muxel, geb. am 03.11.1912, scheint in den Mitgliederlisten nicht auf. Er war ein Sohn von Michael Muxel und ist im 2. Weltkrieg als Soldat am 19.10.1943 in Südrußland bei einem Bombenangriff gefallen. Die Imkerei hat dann sein Bruder Eduard übernommen.[3]

Im Protokoll ist unter dem Tagesordnungspunkt 6. Freie Anträge angeführt, daß dieser Punkt übergangen worden sei, weil während der Versammlung schon über dieses und jenes gesprochen worden sei.

Als neue Mitglieder scheinen auf:

Friedolin Bereuter, geb. 03.04.1890, Stauder 72

Johann Georg Freuis, geb. 02.10.1891, Reute 292

Georg Preuß, geb. 25.08.1894, Gschwend 106

Josef Schedler, geb. 10.08.1884, Tannen 281 und

Siegfried Sohm, geb. 18.02.1891, Hag 107.

Zum Neumitglied Johann Georg Freuis, geb. 02.10.1891, Reute 292, ist zu sagen, daß seine Gattin Katharina Freuis, geb. am 13.11.1899, die treibende Kraft zur Haltung der Bienen war und anfänglich diese auch allein betreute. Erst als Johann Georg von einem hohen Baum ein Schwarm schöpfen mußte, habe er an der Bienenpflege mitgewirkt.[4]

Der Verein hat 27 Mitglieder. In dem im Archiv des VIV aufliegenden Mitgliederbuch sind für dieses Jahr 29 Mitglieder eingetragen.[5]

Der Kassastand beträgt 67,37 S.


1933

Im Jahre 1933 wurde keine Versammlung abgehalten. Im Protokollbuch sind darüber keine Aufzeichnungen.

Als neue Mitglieder scheinen auf:

Otto Bereuter, geb. 20.09.1891, Schwarzen 372 und

Maria Katharina Gmeiner, geb. 02.05.1912, Fischbach 391.

Adalbert Dür, Rohnen 110, hat die Imkerei aufgegeben. Alfons Sohm, Schwarzen 26 hat ebenfalls die Bienenzucht aufgegeben. Er war ab einem nicht bekannten Zeitpunkt bis 1929 Obmannstellvertreter und Schriftführer.

Der Verein hat 31 Mitglieder.

Kassastand beim Sparbuch im Jahre 1933: 70,25 S.[6]


1934

Aktivitäten im Verein hat es nicht gegeben. Es bestehen keine Protokolle.

Am 2. Juli 1934 verunglückte Altobmann Franz Josef Geiger im Alter von 49 Jahren bei Holzarbeiten tödlich. Er war von einem nicht bekannten Zeitpunkt bis 1925 Obmann.

Folgende Jungimker sind dem Verein beigetreten:

Albert Schedler, geb. 01.03.1920, Bühel 168

Josef Anton Spettel, geb. 17.05.1890, Tannen 282

Alfred Gmeiner, geb. 01.02.1909, Dreßlen 240.

Georg Bereuter, Eck 199, hat die Bienenhaltung aufgegeben und ist somit auch aus dem Verein ausgetreten.

Der Verein hat 26 Mitglieder.

Auf dem Sparbuch sind 60,25 S verbucht.[7]


1935

Die Jahreshauptversammlung wurde am 15. Dezember, um 15.00 Uhr im Gasthaus Brauerei abgehalten.

Bei den Neuwahlen wurde Anton Berlinger, Schwarzen 368, zum Obmann, Adolf Gmeiner, Weitloch 246, zum Obmannstellvertreter und Alfons Huber, Zoll 398, zum Schriftführer und Kassier gewählt. Obmann Anton Berlinger, Schwarzen 368, Otto Bereuter, Schwarzen 372, und Eduard Muxel, Weitloch 247 wurden als Seuchenwarte bestellt.

Gebhard Gmeiner, Feld 232, hat die Bienenhaltung aufgegeben.

Der Verein hat 23 Mitglieder.

Vom Kassastand wurde nichts berichtet. Auf dem Sparbuch sind 65,17 S eingetragen.[8]


1936

Am 16. Februar wurde eine Ausschußsitzung abgehalten. Dabei wurde beschlossen einen Wanderlehrer zur Abhaltung einer Ständeschau und eines Vortrages zu verpflichten. Der Obmann hat eine Gabenverlosung vorgeschlagen. Beschlossen wurde aber, daß alle Mitglieder zum Ankauf von Imkergeräten eingeladen werden und jedes Mitglied soll aus der Vereinskasse einen Schilling zum Geräteankauf erhalten.

Am 21. Juni wurde im Gasthaus Brauerei ein Vortrag über die Zucht von Wanderlehrer Franz Josef Bischof aus  Wolfurt gehalten. Dabei erläuterte er die Methode nach Kramer und habe die Imker ermuntert diese ebenfalls in Angriff zu nehmen. Der Vortrag sei sehr beifällig aufgenommen worden. Es waren nur 8 Mitglieder anwesend.

Am 2. Oktober verstarb Alois Bereuter, Tannen 275, im Alter von 71 Jahren. Die Bienenhaltung wird von seinem Sohn Artur Bereuter übernommen.

Am 7. Oktober ist Georg Preuß, Gschwend 106, im Alter von 42 Jahren gestorben.

Am 22. November wurde im Gasthaus Brauerei eine Ausschußsitzung abgehalten, wobei die beiden Punkte Beratung der neuen Vereinssatzungen und etwaige Abänderungsvorschläge und Vorbesprechung zur ordentlichen Hauptversammlung behandelt wurden. Zu den vorgeschlagenen Satzungen wurden keine Änderungswünsche vorgebracht. Für die Hauptversammlung ist vermerkt, daß Tag, Zeit und Ort festgesetzt wurden.

Eine Jahreshauptversammlung für 1936 scheint aber nicht auf.

Der Verein hat 28 Mitglieder. Es wurden 8 Bienenvölker angekauft, Schwärme hat es 59 gegeben und es wurden auch 2 Kunstschwärme erstellt. Im Herbst wurden 157 Völker eingewintert. 472 kg Honig und 11 kg Wachs wurden geerntet. Es wurden 2 Versammlungen, eine Ständeschau und 2 Sitzungen abgehalten. Zur Trachtverbesserung wurden Weiden gepflanzt.[9]

Laut Mitgliederliste hat der Verein 23 Mitglieder.

Das Sparbuch weist ein Guthaben von 28,91 S auf.[10]


1937

Folgende Imker aus Müselbach sind vom Bienenzuchtverein Egg-Großdorf zu unserem Verein übergewechselt:

Josef Beck, geb. 15.05.1909, Müselbach 322, seit 1930 beim BZV Egg-Großdorf

Alwin Dür, geb. 01.10.1913, Müselbach 321, seit 1936 beim BZV Egg-Großdorf

Konrad Dür, geb. 25.04.1908, Müselbach 312, seit 1934 beim BZV Egg-Großdorf

Kaspar Kohler, geb. 15.01.1877, Müselbach 358, seit 1930 beim BZV Egg-Großdorf (Er war schon von 1905 bis 1917 bei uns Mitglied)

Alfons Sohm, geb. 17.02.1911 Müselbach 307, seit 1928 beim BZV Egg-Großdorf

August Sohm, geb. 30.11.1899, Müselbach 320, seit 1927 beim BZV Egg-Großdorf

Josef Sohm, geb. 08.09.1911, Müselbach 303, seit 1934 beim BZV Egg-Großdorf.

Weiters sind in diesem Jahr dem Verein beigetreten:

Artur Bereuter, geb. 16.07.1908, Tannen 275

Adolf Gmeiner, geb. 15.07.1915, Brugg 134 (dann Rotach 158)

Johann Gmeiner, geb. 03.04.1901, Bereute 93

Eduard Muxel, geb. 02.01.1914, Weitloch 248

Eugen Preuß, geb. 18.12.1906, Bereute 94

Rudolf Preuß, geb. 19.05.1899, Gschwend 106.

Eduard Muxel, Weitloch 248, ist an Stelle seines Vaters Michael zum Vereinsmitglied geworden und hat dessen Bienen übernommen.

Vom Imkerverband wurde in den Städten mit Krämern Honigverkaufsstellen eingerichtet, wobei ein Preis für 5,95 S je kg und 3,15 S je ½ kg ausgehandelt wurde. Der Preis verstand sich inklusive des Verpackungsgefäßes (Glas oder Becher). Imker, die bereit waren ihren Honig zu den angeführten Preisen zu verkaufen, konnten sich an den Verband melden.

Vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft wurde für jeden Imker pro Volk 10 kg mit Chinosol denaturierter Zucker zur Fütterung  bewilligt.  Da der mit Chinosol denaturierte Futterzucker noch nicht beliebt war, konnte letztmalig pro Volk an Stelle der angeführten Zuckers eine Menge von 4 kg reinem und 2 kg mit Chinosol versetzter Zucker bezogen werden. Der Zucker konnte nur über den Imkerverband bestellt werden und es wurde verfügt, daß die Nichtmitglieder nicht mit Zucker beliefert werden dürfen.

Am 25. November ist Gebhard Sinz, Müselbach, im Alter von 87 Jahren gestorben.

Die Jahreshauptversammlung wurde vermutlich am 31. Dezember abgehalten. Am Protokollanfang steht nur die Uhrzeit von Nachmittags 3 Uhr im Gasthaus Hiller (Brauerei) Am Schluß des Protokolls steht Schluß der Versammlung 5 Uhr mit Gruß zum neuen Jahr und Hoffen auf ein besseres Honigjahr. Alberschwende, am 31.12.1937.

In dieser Versammlung wurde die Rechnungslegung für die Kassa 1936 vorgenommen, wobei folgendes vermerkt ist: Die Rechnung schließt am 31. Dezember 1936 mit 27 Schilling und 26 Groschen laut Kassabuch ohne die Zinsen vom Jahr 1937. Dieser Betrag ist auf dem Sparbuch ausgewiesen und mit 31.12. wurden die Zinsen in der Höhe von 1,65 S nach getragen.[11]

Bei den Neuwahlen wurde Otto Bereuter, Schwarzen 372, zum Kassier gewählt. Otto Bereuter hat auch das Amt des Schriftführers übernommen, obwohl dafür keine Wahl stattgefunden hat.

Der Verein hat 37 Mitglieder. Im Frühjahr wurden 165 Völker ausgewintert. An Ruhr und Nosema wurden 8 Völker verloren. Im Herbst wurden 157 Völker eingewintert. Honig hat es keinen gegeben. Es wurden 2 Versammlungen abgehalten und zur Trachtverbesserung wurden Beerensträucher gepflanzt.[12]

Der Mitgliedsbeitrag wurde auf 4.-- S erhöht. Für Neumitglieder beträgt er 4.50 S.


1938

Die Mitgliederliste enthält 37 Namen. Davon sind im Jänner 9 Mitglieder ausgetreten. Der Verein hat somit 28 Mitglieder.

Nach dem Anschluß an das 3. Reich, der am 12. März erfolgte, waren die Vermögenswerte zu melden. Der bisherige Obmann, nun als Ortsfachgruppenobmann benannt, durfte nur mit Bewilligung der Kreisleitung der NSDAP ernannt werden. Die ganze Vereinstätigkeiten, der Bezug von Mittelwänden, Zucker usw. wurde von den höchster Stelle geregelt bzw. angeordnet.

Die Völkerzahl mußte erhoben werden und mit Stichtag 1. Mai wurden gemeldet, daß die Vereinsmitglieder 118 Völker betreuen.

Am 11. Mai teilte der Imkerverband mit, daß die Bauernkammer für hungernde Völker bei notleidenden Imkern im Verein 30 kg Zucker zur Verfügung  gestellt habe. Der Zucker mußte sofort beim Ortskaufmann behoben und an die Bedürftigsten im Verein abgegeben werden. Für die richtige Verteilung war der Obmann persönlich verantwortlich. Die Verteilung war mit Namensliste an den Verband zu melden. Von dort erfolgte die Bezahlung an den Kaufmann. Laut Liste vom 11. Mai wurden die 30 kg Zucker an  15 Imker des Vereines in Mengen von 1 bis 4 kg aufgeteilt.

Die Jahreshauptversammlung wurde am 26. Dezember im Gasthaus Brauerei abgehalten.

Obmann Anton Berlinger berichtete, daß nach der Eingliederung Österreichs in das Großdeutsche Reich alle früheren Vereine aufgelöst und an deren Stelle die einzelnen Fachgruppen errichtet worden seien.

Die einzelnen Vereine und Verbände wurden nun umbenannt in Reichsfachgruppe, Landesfachgruppe, Kreisfachgruppe und Ortsfachgruppe. Bis Oktober wurden aber alle Scheiben des Vorarlberger Imkerverbandes noch unter diesem Namen versendet. Erst dann erfolgte die Umbenennung auf Kreisfachgruppe Vorarlberg.

Die Ortsfachgruppe Alberschwende unterstand der Landesfachgruppe ALPENLAND, die aus den Bundesländern Vorarlberg, Tirol und Salzburg gebildet wurde. Für die Landesfachgruppe Alpenland wurde die Zucht der FLORARASSE vorgeschrieben. Der Beginn eines Bienenjahres wurde mit 1. April eines jeden Jahres vorgeschrieben.

Aufgrund der Neuorganisation wurden außer dem Obmann keine weiteren Funktionäre mehr gewählt. Sie wurden vom Obmann ernannt. Somit ernannte Obmann Anton Berlinger folgende Funktionäre:

Kaspar Kohler, Müselbach 358, zum 1. Stellvertreter und Schriftführer

Otto Bereuter, Schwarzen 372, zum 2. Stellvertreter und zum Geld- und Zuchtwart

Adolf Gmeiner, Weitloch 246, zum Seuchenwart

Eduard Muxel, Weitloch 247, zum Beobachtungswart

Alfons Sohm, Müselbach 307, zum Wanderwart.

Die Ernennung zum Weidewart wurde auf einen späteren Zeitpunkt vertagt. Eine Bestellung ist aber nie erfolgt.

Für den Bereich von Vorarlberg wurde der Honigpreis auf 4.-- Reichsmark pro Kilogramm festgesetzt. Honigverkäufe bis zu einem Betrag von 1.000.-- Reichsmark waren von der Umsatzsteuer befreit.

Ernst Böhler, geb. 24.01.1903, Moos 108, ist dem Verein beigetreten.

Franz Huber, geb. 22.07.1924, Bühel 221, hat die Betreuung der Bienen von seinem Vater übernommen. Die Mitgliedschaft lautet aber noch bis zum Tod seines Vaters im Jahre 1966 auf dessen Namen.

Laut vorhandener Statistik wurden 538 kg Honig geerntet und im Herbst wurden 140 Völker eingewintert.

Johann Gmeiner, Bereute 93, und Eugen Preuß, Bereute 94, haben die Imkerei aufgegeben und sind nicht mehr Vereinsmitglied.

Der Mitgliedsbeitrag wurde für die Bezieher einer Fachzeitschrift auf 4.-- RM festgesetzt. Für Mitglieder, die keine Zeitschrift bezogen betrug der Mitgliedsbeitrag 2,50 RM. Der Mitgliedsbeitrag wurde wie folgt aufgegliedert: 2.-- RM mußten an die Landesfachgruppe abgeführt werden, 1,5 RM kostete die Fachzeitschrift und 50 Reichspfennig flossen in die Kasse der Ortsfachgruppe.

Der Kassastand beträgt 30,01 RM.


1939

Am 24. Februar ist im 55. Lebensjahr Josef Schedler, Tannen 281, gestorben.

Am 03. April ist Georg Stadelmann, Tannen 280, im 38. Lebensjahr gestorben.

Unser Verein wurde innerhalb von Vorarlberg dem Abschnitt Mittelwald zugewiesen, zu dem auch Andelsbuch, Egg-Großdorf und Schwarzenberg gehörten. Alle Bienenstände, deren Besitzer abberufen (zum Kriegsdienst einberufen) wurden, mußten mit einem Paten versehen werden. Die Ortsfachgruppenvorsitzende (Obmänner) wurden bei ihrer Ehre haftbar gemacht, daß in „Verteitigungszeiten“ kein Stand unbetreut blieb.

Protokolle aus diesem Jahr sind nicht vorhanden.

In der Liste über die „Zählung der Bienenvölker“ sind 39 Imker angeführt. Davon waren 24 Vereinsmitglieder. Sie hatten 143 Bienenvölker. Die 15 Nichtmitglieder hatten 40 Bienenvölker. Eine andere Mitgliederliste ist nicht vorhanden.

Als neue Mitglieder scheinen auf:

Josef Lässer, geb. 03.02.1897, Müselbach 400 und

Maria Anna Spettel, geb. 07.06.1872, Zipfel 13.

Bei Maria Anna Spettel lautete die Mitgliedschaft seit dem Jahre 1918 auf ihren Gatten Josef. Die Bienen tatsächlich betreut hat aber immer Maria Anna Spettel.

Konrad Dür, Müselbach 312, ist vom Verein ausgetreten. Er hat keine Bienen mehr.

Das Sparbuch weist ein Guthaben von 30,85 Reichsmark auf.[13]


1940

Die Jahreshauptversammlung wurde am 31. März im Gasthaus Brauerei abgehalten. Es wurde beschlossen monatlich eine Versammlung abzuhalten. Protokolliert wurde, daß wieder 8 Imker der Ortsfachgruppe Alberschwende beigetreten seien.  Da es für dieses Jahr keine Mitgliederliste gibt, konnte nicht geklärt werden, welche Imker dies waren. Alle Imker haben für die Frühjahrsfütterung Zucker bekommen und damit wollte man die 16 Nichtmitglieder zum Vereinsbeitritt bewegen.

Mittelwände erhielten nur die Imker, welche Wachs und Ras zur Verarbeitung einsenden konnten. Aufgrund einer Anordnung der Reichsstelle Chemie wurde das gesamte Wachs bei den Imkern beschlagnahmt. Mittelwände konnten nur aufgrund von Bezugsscheinen bezogen werden, die vom Ortsfachgruppenvorsitzenden zu bestätigen waren. Wachstrester waren zu erfassen. Von der Landesfachgruppe wurde angeordnet, daß in jeder Ortsfachgruppe ein Obmann für die Tresterverwertung zu bestellen sei.

Die Reichsfachgruppe ordnete die Abgabe von 3 kg Honig je Bienenvolk von jedem Imker, auch Nichtmitglieder, an. Bei Nichtbefolgung drohte die Beschlagnahme der gesamten Ernte. Die Ertragslage in diesem Jahr war in Vorarlberg schlecht. Wieviel Honig nun tatsächlich von den Alberschwender Imkern abgeführt wurde, scheint nicht auf.

Viele Aktenerledigungen erfolgten in diesen und früheren Jahren handschriftlich, so daß keine Durchschriften abgelegt sind. Lediglich bei Völkerzählungen, Zuckerlisten etc. wurde  meistens eine Durchschrift angefertigt und abgelegt.

Das Hausieren mit Honig war verboten und die Imker wurden aufgefordert Honighausierer anzuzeigen.

Wie bereits erwähnt, gibt es für dieses Jahr keine Mitgliederliste. Es sind jedoch 3 verschiedene Listen über Zuckeraktionen vorhanden. In diesen Listen sind insgesamt 35 Imker angeführt. 112 Bienenvölker wurden gezählt.

Für Neumitglieder wurde eine einmalige Eintrittsgebühr von 1,60 RM festgesetzt.

Die Imker in Alberschwende - Mitglieder und Nichtmitglieder - betreuten 183 Bienenvölker.

Der Kassastand beträgt 44.53 RM.



[1] Siehe Kopien im Abschnitt IX

[2] Sparbuch des Bienenzweigvereines Alberschwende

[3] Mündliche Mitteilung von Wanderlehrer Alwin Muxel, Wolfurt

[4] Mündliche Mitteilung von der Tochter Hadwig Freuis

[5] Siehe Kopien im Abschnitt IX

[6] Sparbuch des Bienenzweigvereines Alberschwende

[7] Sparbuch des Bienenzweigvereines Alberschwende

[8] Sparbuch des Bienenzweigvereines Alberschwende

[9] Statistikmeldung 1936 an den Verband

[10] Sparbuch des Bienenzweigvereines Alberschwende

[11] Sparbuch des Bienenzweigvereines Alberschwende

[12] Statistikmeldung an den Verband

[13] Sparbuch des Bienenzweigvereines Alberschwende